Technische informationen

Sturzzahl

Die Seile müssen eine Mindestzahl von fünf Stürzen aushalten.

Fangstoss

Bei den dynamischen Versuchen wird die Kraft, die nicht vom Seil abgefangen wird, und somit der Fangstoß, der unter Sturzbedingungen auf den menschlichen Körper einwirkt, gemessen. Der Grenzwert liegt für Einfach- und Zwillingsseilen bei 1.200 daN und bei 800 daN für Doppelseile. Diese Werte sind Maximalwerte, bei denen der menschliche Körper noch keine nennenswerten Schäden erleidet.

Sturzfaktor

Den Sturzfaktor bestimmt die Ernsthaftigkeit des Sturzes. Man erhält ihn, indem man die Sturzhöhe durch die ausgegebene Seillänge teilt, die die Kraft aufgenommen hat.
Faktor 1: 14 m / 7 m
Die Heftigkeit des Falls steht in direktem Verhältnis zur Sturzhöhe, dem Abrieb des Seils und den Sicherungselementen, die verwendet werden. Aus diesem Grund können bei der selbem Sturzhöhe unterschiedliche Faktoren und Folgen entstehen.
Faktor 2: 6 m / 3 m
2 (der größtmögliche Faktor) Gibt es eine Zwischensicherung zwischen erstem und zweitem Kletterer, kann der Sturzfaktor erheblich vermindert werden.

Konstruktion

Die Seile sind nach dem Konzept Mantel-Kern zu fertigen. Der Kernanteil muß über 50% des Mantelgewichts betragen.

Gebrauchsausdehnung

Von den Seilen werden gegensätzliche Eigenschaften gefordert, und zwar geringste Ausdehnung bei Gebrauch und maximale Dämpfung des Fangstoßes. Diese beiden sich wiedersprechenden Eigenschaften verlangen ein ausgeglichenes Ausdehnungsverhalten. Bei der Herstellung von ROCA-Seilen wird dies mit Perfektion erreicht.

Reissfestigkeit

Dieser Test bestimmt die Reißlast des Seiles. Dabei wird das Seil so lange gezogen bis es reißt. Einheiten = 1 daN ~ 1 kg

Mantelverschiebung

Unter Axialdruck und gleichzeitigem Ziehen am Seil müssen Kern und Mantel zusammenhalten, d. h. sie dürfen sich nicht verschieben.
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